Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee, Band 05

Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee, Band 05
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  • AV-978-3-96358-460-2
  • 978-3-96358-460-2
  • 185mm x 128mm
  • 168
  • 152 g
  • Makoto Hagino
  • 16+
  • Softcover
  • Girls Love
  • Manga
  • 1. Auflage
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Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee, Band 05

Während des Tags der offenen Tür des Aquariums gelingt es Koyuki, ein Kunststück mit ihrem Hai vorzuführen, und sie jubelt laut auf. Erschrocken über ihr eigenes Verhalten läuft sie davon. Konatsu folgt ihr und begegnet ihr mit vollstem Verständnis, doch Koyuki hat das Gefühl, dass keiner sie versteht.

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"Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee, Band 05"

19.06.2020

Lasten der Vergangenheit werden zur Hürde der Gegenwart

„Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee, Band 5“

Nach Koyukis Gefühlsausbruch im letzten Band, stellt dieser Band die zentralen Fragen, wie man sich von den Zwängen stiller Erwartungen anderer und einem selbst befreien kann. Nachdem Koyuki Konatsus Veränderungen bemerkt hat, beschließt sie, mehr „sie selbst“ sein zu wollen und fragt sich, was Familie, Freunde, und neue Situationen zu dieser Veränderung beitragen. Koyuki hat große Besorgnis über ihren weiteren Bildungsweg, dessen Wahl im folgenden Jahr auf sie zukommen wird. Denn für Koyuki gibt es eigentlich nur eine Option: ein Studium der Meereskunde in einer anderen Stadt.

Koyuki will Konatsu nicht verunsichern oder gar verletzen und verschweigt ihr die Möglichkeit, Nagahama eventuell zu verlassen. Da die beiden ein Jahrgang trennt, macht sich Konatsu über ihre Zukunft noch wenig Gedanken. Koyuki hat dabei einfach das Gefühl, dass niemand sie völlig versteht. Während der Neujahrsfeierlichkeiten trifft Koyuki auf Konatsus Klassenkameradin und Freundin Kaede Hirose. Auch Kaede fühlt sich über die Ferien einsam, da weder ihre Schwestern und ihr Bruder zu Besuch noch ihre Freundin in der Stadt ist. Kurzerhand nimmt Koyuki Kaede zu sich nach Hause, sie freunden sich näher an und sprechen über Zukunftspläne, schwere Entscheidungen und das Gefühl der Einsamkeit. Der fünfte Band konzentriert sich auf die Entscheidungen, Unsicherheiten und Gefühle Koyukis und enthüllt einige Details aus ihrer Vergangenheit, die ihre gegenwärtigen Veränderungen nochmals verdeutlichen. So stimmt der fünfte Band von „Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee“ sehr nachdenkliche bis traurige Töne an und macht die Vergänglichkeit von Momenten und Zeit sowie das Gewicht von Entscheidungen bewusst. Wie immer bleiben die Charaktere authentisch und nahbar. Die sich aufbauende Schwere der Slice of Life-Geschichte fühlt sich dabei natürlich an und regt zum Nachdenken an, auch wenn Kaede nach wie vor ihre charakteristische Unbeschwertheit versprüht und für einige fröhliche Auflockerungen sorgt.

Dieser Band fokussiert klar die Charaktere und ihre Emotionen, besonders die Mimik der Protagonistinnen ist hier lobend zu erwähnen. Mit vielen freien Flächen und weißen Hintergründen wirken viele Panels und Seiten steril, diese räumen den Charakteren allerdings den Platz für Entwicklungen und Wirkung ein. Trotz oder gerade wegen des starken Fokus auf die Charaktere in diesem Band, fällt die nicht hundertprozentige Akkuratesse einzelner Zeichnungen besonders auf und trübt die gewohnte konstante Qualität. Die Gesichtsausdrücke hingegen sind wie immer tadellos und sagen mehr als Worte dies je könnten. Sorgen, Gefühle und Erwartungen kommen stets bei Leserinnen und Lesern an.

Konatsus Abwesenheit ist stark wahrnehmbar. Da Band fünf hauptsächlich Koyukis Gefühle, ihre innerliche Veränderungen und den inneren Kampf mit ihr selbst thematisiert, vermisst man fröhlichen Momente vorheriger Bände und weiß die wenigen in diesem umso mehr zu schätzen. Es werden wichtige Fragen aufgeworfen, die die Geschichte in so viele mögliche Richtungen vorantreiben kann, was das Warten auf den nächsten Band sehr qualvoll macht – denn man will unbedingt wissen wie Koyuki sich entscheiden und wie Konatsu diese Situation interpretieren wird. Da Band 5 von „Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee“ einen etwas ungewöhnlichen Weg einschlägt und die künstlerische Gestaltung nicht ganz die gewohnte Qualität erreicht, die Geschichte aber sehr nachdenklich macht und durchweg fesselt, fällt mir eine Wertung nicht einfach. Ich vergebe daher starke 7/10 Punkte.

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