Vampire x Junior, Band 01

Vampire x Junior, Band 01
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  • AV-978-3-96358-239-4
  • 978-3-96358-239-4
  • 185mm x 128mm
  • 204
  • 184 g
  • Saku Takano
  • 16+
  • Softcover
  • Girls Love
  • Manga
  • 1. Auflage
Sara Ayafuji läuft in jeder Situation sofort knallrot an. An ihrer neuen Schule träumt sie aber... mehr
Vampire x Junior, Band 01

Sara Ayafuji läuft in jeder Situation sofort knallrot an. An ihrer neuen Schule träumt sie aber davon, endlich Freunde zu finden und ein normales Leben zu führen. Doch dann beobachtet sie etwas, das sie nicht hätte sehen sollen. Sie ist fasziniert von der mysteriösen Iris und ihr Leben droht völlig durcheinanderzugeraten ...

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"Vampire x Junior, Band 01"

10.06.2019

Befremdlich wie interessant

Also, mich beschleicht das ungute Gefühl, dass ich nicht so recht in die vom Werk gewünschte Zielgruppe passe. Urban-Fantasy (realitätsbezogene Fantasy wie Twilight) ist eher weniger mein Fall und insbesondere Vampiren konnte ich mit meiner "Aderphobie" noch nie so wirklich etwas abgewinnen. Aber in Anbetracht des Umstands, dass mich die bisherigen altraverse Yuri-Titel so gut unterhalten konnten, wollte ich dem Manga zumindest eine Chance geben. Bereut habe ich das nicht, ich werde mir definitiv die weiteren Bände kaufen, allerdings ... es ist schwer in Worte zu fassen, aber die Story scheint mich mehr zurückzuweisen als willkommen zu heißen, auf der anderen Seite bin ich hingegen sehr interessiert am weiteren Verlauf der Handlung. Komplizierte Situation, aber ich werde versuchen, es so gut es geht verständlich zu machen.

"Vampire x Junior" ist ein visuell sehr ansprechender Manga. Das Cover gefällt mir hier im besonderen Maße: Schöne Strichführung, interessante Charakterdesigns, exzellente Kolorierung, hier gibt's nichts zu meckern. Es ist ein wenig seltsam, dass der Zeichenstil im Manga nicht so recht dem des Covers entsprechen mag, aber diesen Eindruck erwecken einige Mangas in mir. "Vampire x Junior" ist hier also bei Weitem nicht der einzige Titel mit dieser Eigenheit. Nichtsdestotrotz sind auch die Zeichnungen innerhalb des Bandes ein echter Hingucker und die Mangaka hat bereits ihren ganz eigenen Stil entwickelt, der mir persönlich sehr zusagt.

Der Plot erscheint mir mehr eine Projektionsfläche für die Mangaka zu sein, möglichst viele sexuelle Handlungen darstellen zu können, die durch einen roten Faden lose miteinander verbunden sind. Denn ja – Es geht hier richtig zur Sache und die erotischen Szenen können angedeutet aber auch direkt erfolgen. Ich bin in dieser Hinsicht nicht prüde, allerdings ist der Fanservice ein wenig speziell... Denn statt Brüsten oder etwa Pantys setzt das Werk lieber den weiblichen Oberschenkel in Szene. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ich kinkshame hier mal besser niemanden. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack, also liebe Oberschenkelfetischisten, das ist euer Glückstag! Ich beneide euch.

Dies mag nicht die einzige Charakteristik des Mangas sein, die bei der Leserschaft stark polarisieren wird: Wir haben es hier mit angedeutetem Non-Con und einem neuen Vampirbegriff zu tun. Ersteres betrachte ich immer mit Skepsis, in diesem Werk wird die Protagonistin Sara von der Vampirin Iris mehr oder minder überfallen. Anfangs habe ich mir diesbezüglich ein wenig Sorgen gemacht, doch es wurde schnell klar, dass Sara sich die Nähe zu Iris wünscht und die Berührungen einvernehmlich sind. Dennoch – Ein Subtext, der sexuelle Belästigung impliziert, steht nichtsdestotrotz im Raum. Man sei also vorgewarnt.

Die errr... Blutsauger sind wieder eine ganz andere Baustelle. Im Manga selbst werden sie "Schmetterlingsdämonen" genannt und sie entsprechen nicht dem Bild des gängigen Vampirs. Das ist im positiven wie im negativen Sinne der Fall: Ich denke, dass dieses neue Konzept durchaus ein gewisses Potenzial hat, denn dadurch nimmt sich die Mangaka mehr kreative Freiheiten heraus, allerdings ist die Namensgebung "Schmetterlingsdämon" für mich unpassend gewählt. Ich kann ihn einfach nicht ernst nehmen, das klingt einfach so unbeholfen... Vielleicht hätte man den originalen japanischen Begriff an dieser Stelle verwenden sollen? Dass zu jedem Schmetterlingsdämon eine respektive Braut gehört, ist eine interessante Dynamik, vor allem der Plot-Twist am Ende des ersten Bandes konnte mich hier sehr neugierig auf die etwaigen Schattenseiten besagter Dynamik stimmen.

Inwieweit das Pairing Iris x Sara harmonisiert, kann ich an dieser Stelle noch nicht beurteilen. Die Charakterdesigns scheinen ja perfekt aufeinander abgestimmt zu sein, und die beiden liegen sich schon zu Beginn sehr am Herzen, aber irgendwie ist Iris in jedem Kapitel eine andere Person. Einmal tritt sie als Machoweibsbild auf, dann als Tsundere, dann ist sie wieder die personifizierte Eleganz... Was denn jetzt? Ich denke, dass das durchaus ein Stilmittel sein kann, immerhin ist Iris momentan sehr verwirrt und von der Situation hoffnungslos überfordert. Man muss wohl Geduld üben und in den kommenden Bänden beobachten, wie sich das Ganze entwickelt. Eine Charakterentwicklung ist ja bei beiden Mädchen durchaus vorhanden. Ich sehe auf jeden Fall ein großes Potenzial im Pairing - sowie als auch in Iris als Person - für die kommenden Bände.

Generell bin ich sehr gespannt auf die weitere Handlungsstränge! Es wurde ja mehrfach impliziert, dass sich eine dunkle Kehrseite der Schmetterlingsdämonen in naher Zukunft offenbaren wird...

Ich passe nicht so recht zu dem Werk, kann aber dennoch viel Gutes darin sehen, also warte ich mal besser ab, bevor ich mir ein vernichtendes Urteil bilde.

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